GRENZGÄNGER ... Vom DADAismus zur Wiener Gruppe Moritz Stoepel, lautpoetische Phantasien und Texte des Absurden – das passt wunderbar zusammen. Denn wenn dieser trommelnd-pfeifend- singende Schauspieler Gedichte von Hugo Ball und Hans Arp, von H.C. Artmann, Ernst Jandl und Oskar Pastior vorträgt, dann wird die Sprache körperlich. Wenn er schnarrt und gurrt, zischt, summt, jault und juchzt, dann mutiert Sprachakrobatik zur Sprachmusik. Ob Dadaismus, Surrealismus oder Konkrete Poesie, nie wurde mit Sprache so gespielt wie in den letzten hundert Jahren. Dabei reichen Wortspielerei, Silbeneintopf und Buchstabenstürme von sinnfreier Klanglichkeit über humoreske Anspielungskunst bis hin zur bitterbösen Satire. Lautlyriker ließen und lassen sich nichts verbieten. „DADA ruht nie. DADA vermehrt sich.“ Damit das, was sie zu sagen haben, auch richtig sitzt, erlaubt sich der Sprechkünstler Moritz Stoepel an diesem Abend einfach alles: Ohrenverführung, Geistesschmaus, Gefühlszuckung. |
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